20010914
LAGA-Pressemitteilung vom 14. September 2001
Ausländerbeiräte in Nordrhein-Westfalen verurteilen auf das Schärfste die Terroranschläge in den USA
Migrantinnen und Migranten muslimischen Glaubens dürfen in diesem Zusammenhang nicht angefeindet werden
Mit Trauer, Entsetzen und Empörung reagieren Migrantinnen und Migranten auf die menschenverachtenden Anschläge in den USA, durch die Tausende von Menschen ihr Leben verloren haben.
Die Ausländerbeiräte in NRW, haben mit zahlreichen Solidaritätsbekundungen sowie der Organisation von Trauerfeiern ihr tiefstes Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen zum Ausdruck gebracht.
„In dieser bangen Zeit für die Welt steht das Gebot, mit Besonnenheit auf die erschreckenden Ereignissen zu reagieren. Leitmotiv des Handelns darf keine Feindseligkeit gegenüber Unbeteiligten sein“, sagt Tayfun Keltek, Vorsitzender der LAGA NRW.
Muslime erfahren zur Zeit Anfeindungen, die sich zum Teil in Drohungen äußern. Es ist zu befürchten, daß mit pauschalen und indifferenzierten Meinungsäußerungen über Herkunft und Religion der Drahtzieher der grauenvollen Tat alle Muslime verantwortlich gemacht werden. Wegen der Glaubenszugehörigkeit darf niemand diffamiert werden, denn dies würde letzten Endes das friedliche und solidarische Zusammenleben in unserer Gesellschaft gefährden und den Extremisten in ihrer ebenfalls menschenverachtenden Weltanschauung Aufwind verleihen.