Ausländerbeiräte sagen Nein zum Krieg!
Ausländerbeiräte sagen Nein zum Krieg!
Aufruf zur Demonstration am 15. Februar in Berlin gegen den drohenden Krieg im Irak
Pressemitteilung vom 10.02.03
„Es ist wichtig, dass sich möglichst viele an der Europaweiten
Anti-Kriegs-Demonstration in Berlin beteiligen, um gegen den
Kriegs-Kurs der US-Amerikanischen und Britischen Administrationen zu
protestieren. Daher würde ich die Teilnahme vieler Migrantinnen und
Migranten, vor allem deren Vertreter in den Ausländerbeiräten,
begrüßen“, sagt Tayfun Keltek, Vorsitzender der LAGA NRW, angesichts der
wachsenden Kriegsgefahr.
Keltek: „In Deutschland lebt eine beträchtliche Anzahl von Migrantinnen
und Migranten, die mit dieser Region aufgrund ihrer Herkunft verbunden
ist und unmittelbar oder mittelbar die Folgen eines vernichtenden
Krieges zu spüren bekommen wird. Der starre, ignorante und
unnachgiebige Kriegs-Kurs der US-Regierung und ihrer Verbündeten, um
jeden Preis und ohne stichhaltige Beweise einen Präventivschlag gegen
den Irak zu führen, bei dem die Leidtragenden viele unschuldige
Menschen sein werden, wird vielerorts als Versuch zur Niederwerfung
anderer Kulturen empfunden und gefährdet den Weltfrieden.
Es gibt berechtigte Sorge, dass der drohende Krieg gegen den Irak
negative Auswirkungen auf das friedliche und integrative Zusammenleben
in Deutschland haben wird. Darüber hinaus wird das militärische
Vorgehen gegen den Irak verheerende Folgen auf die Entwicklungen in
einer von Krisen geschüttelten Region haben. Aus diesem Grund bewerten
Migrantinnen und Migranten die Antikriegshaltung der Bundesregierung
als ein richtiges Signal nach Innen und Außen, von der nicht abgewichen
werden darf. Selbst eine erneute UN-Resolution - wie diese auch
ausfallen mag - kann keinen Freibrief zum militärischen Schlag gegen
den Irak bedeuten. Einem von Amerikanern aus den UN-Resolutionen
hergeleiteten Krieg-Automatismus muss im Sicherheitsrat der vereinten
Nationen gerade von Deutschland entschieden begegnet werden.
In vielen Städten Deutschlands haben Bürgerinnen und Bürger dieses
Landes schon in den letzten Wochen bei Friedenskundgebungen unabhängig
von ihrer Herkunft den Willen zum Frieden zum Ausdruck gebracht.
Die gesellschaftliche Solidarität verpflichtet in dieser gefährlichen
Lage Alle für den Frieden aufzustehen und an der zentralen
Veranstaltung in Berlin teilzunehmen.“
Weiter Informationen zur Demo:
www.15februar.de