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Im Hammer Stadtteil Uentrop, unweit der Lippe und des Datteln-Hamm-Kanals, befindet sich der grte Hindu-Tempel Europas, der zu den Festtagen bis zu 20.000 Glubige aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarlndern anlockt. Im Stadtteil Heessen wurde vor einigen Wochen der erste reprsentative Moschee-Neubau in Hamm mit ca. 450 Gsten feierlich erffnet. In der Moschee knnen bis zu 1200 Personen am Freitagsgebet teilnehmen. Fr Bildungs-, Sozial- und Freizeitveranstaltungen stehen Rumlichkeiten mit insgesamt mehr als 600 qm zur Verfgung. Rund 22% der Hammer Bevlkerung verfgen ber einen Migrationshintergrund; d.h. mehr als 39.000 Menschen leben hier als Auslnder, Aussiedler/Sptaussiedler oder als eingebrgerte Mitbrger. In einem Stadtteil liegt bei den 0 35jhrigen Einwohnern der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevlkerung bei 50 %. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Hamm ihre Integrationsanstrengungen seit dem Jahre 2000 erheblich verstrkt und das Thema Migration und Integration zu einem Leitprojekt der Stadtentwicklung gemacht. Sie geht seitdem unter Beteiligung eines stadtweiten Netzwerkes, in dem insbesondere die lokalen Migrantenselbstorganisationen, alle anderen relevanten Gruppen sowie Politik und Verwaltung vertreten sind, neue Wege in der Sprach- und Integrationsfrderung. 2. Leitprojekt Sprach- und Integrationsfrderung Auf der Basis des Ende der 90ger Jahre in Hamm erstellten Armuts- bzw. Sozialberichtes und einer Sonderanalyse der Lebenslagen von Menschen mit Migrationshintergrund wurde das Leitprojekt Sprach- und Integrationsfrderung fr Migrantinnen und Migranten entwickelt und im Jahre 2003 vom Rat der Stadt Hamm beschlossen (dieses soll nach Evaluation der Erfahrungen im Jahre 2007 fortgeschrieben werden). Erstes Ergebnis war eine priorisierte Liste von realistischen Zielen und Handlungsfeldern der Integrationsfrderung. Mit dem fortzuschreibenden Grundsatzbeschluss des Rates zur Sprach- und Integrationsfrderung fr Migrantinnen und Migranten wurden erstmalig in 2003 zustzliche kommunale Mittel in Hhe von jhrlich 50.000 fr die Entwicklung und Implementation eines neuartigen Konzeptes der modularen Sprachfrderung fr den Elementarbereich und erwachsene (Neu-)Zuwanderer bereitgestellt. Sprachkurse  insbesondere fr Mtter  in Vereinsrumen und Moscheen, muttersprachliche Informations- und Orientierungskurse fr Neuzuwanderer, Einwerbung und Schulung von Integrationslotsen, zweisprachige Informationsveranstaltungen fr Jung und Alt in den Moscheevereinen, die Schulung und Qualifizierung der Vereinsvorstnde der Migrantenvereine und Dialog- und Informationsveranstaltungen (z. B. der Hammer Ramadanmarkt) sind nur einige der Neuerungen, die die Stadt Hamm inzwischen eingefhrt hat und die mit groem Erfolg angenommen werden. Auch die Verwaltungsorganisation der Stadt Hamm wurde in den vergangenen Jahren stets diesen verstrkten Integrationsanstrengungen angepasst. So wurden in dem im Jahre 1996 eingerichteten Amt fr Soziale Integration, dessen Aufgaben insbesondere in der Beratung und Betreuung von behinderten und lteren Menschen sowie Menschen mit Migrationshintergrund liegen, in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben aus dem Bereich der Migrationsarbeit gebndelt und hier auch entsprechende Beschftigte mit Migrationshintergrund eingesetzt. 3. Brgeramt fr Migration und Integration Brgermter bilden wie in vielen anderen Kommunen bereits seit vielen Jahren den Kernbaustein einer brgerorientierten Verwaltung. In dieser Organisationsform wird ein breites Spektrum an stdtischen Dienstleistungsangeboten gebndelt bereitgehalten. In jedem der sieben Stadtbezirke existiert ein Brgeramt. Ziele des Projekts Brgeramt sind eine strkere Brgerorientierung mit einer damit verbundenen Steigerung des Brgerservices durch bessere Anlaufstellen und Verfahrensbeschleunigungen sowie eine Verbesserung der Brgernhe. Das Leistungsangebot wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Die wchentliche ffnungszeit betrgt derzeit 40,5 Stunden. Vor dem Hintergrund, die Migrations- und Integrationsarbeit sowie auch die kommunalen Service-Leistungen fr Brgerinnen und Brger mit Migrationshintergrund weiter zu verbessern und Integrations- und Migrationsarbeit mglichst aus einer Hand anbieten zu knnen, wurde im Jahre 2005 die bis dahin beim Amt fr Personenstands- und Auslnderwesen angesiedelte Auslnderbehrde organisatorisch und rumlich dem Amt fr Soziale Integration zugeordnet. Bestandteil dieses Konzeptes ist die rumliche und fachliche Vernetzung mit der rtlichen Migrationserstberatung und dem Jugendmigrationsdienst, die in Hamm gemeinsam von der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Roten Kreuz durchgefhrt werden. Migrationserstberatung und Jugendmigrationsdienst sind in die Rumlichkeiten des Amtes fr Soziale Integration eingezogen und damit Teil des Brgeramtes fr Migration und Integration geworden, ohne ihre eigenstndige Aufgabenwahrnehmung und die sich aus dem Zuwanderungsgesetz ergebende Unabhngigkeit gegenber der Verwaltung und ihre Ombusfunktion gegenber den Migranten aufzugeben. Diese besondere Verpflichtung und Aufgabe wird den Kundinnen und Kunden durch eine entsprechende Kennzeichnung der Rumlichkeiten und Mitarbeiter sowie durch mehrsprachige Hinweistafeln und ausliegende Faltbltter unmissverstndlich verdeutlicht. Als zentrale Servicestelle bndelt das Brgeramt fr Migration und Integration alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit (Zu-)Wanderung und Integration, fhrt die i.d.R. getrennten Bereiche der Ordnungsbehrde (z.B. Aufenthaltsrecht) und der Sozialverwaltung (z.B. Beratung, Begleitung, Integrationsmanahmen) zusammen und ermglicht den Kunden eine Bedienung aus einer Hand (one-stop-government). 2 Bilder Dieses dient nicht nur der schnelleren und qualitativ besseren Bedienung der Kundinnen und Kunden, sondern fhrt durch die unmittelbare rumliche Zusammenarbeit und Vernetzung aller beteiligten Dienste dazu, dass mit jedem Neuzuwanderer unmittelbar nach der Einreise ein individuelles Sprachlern- und Integrationsfrderprogramm entwickelt und dieses zuknftig in einem weiteren Schritt mglichst als (freiwillige) schriftliche Integrationsvereinbarung, die die gegenseitigen Ansprche und Verbindlichkeiten im Integrationsprozess regelt, fixiert werden kann. Durch diese neue und innovative Form der Integrationsarbeit soll auch vermieden werden, dass sich Neu-Zuwanderer, insbesondere im Bereich des Familiennachzuges bzw. der sog. Heiratsmigration, hufig erst einige Monaten nach dem Zuzug oder noch spter aktiv mit ihrem Integrationsprozess auseinandersetzen. Dieser Zeitverlust kann sich nicht nur negativ auf die ausbildungs- und arbeitsmarktbezogene Integration des/der Zugewanderten auswirken, sondern hat im Falle der Heiratsmigration mit unmittelbar anstehender Geburt eines Kindes auch negative Folgen fr die nchste Generation. Durch die Rundum-Versorgung von Migrantinnen und Migranten, insbesondere bei Neu-Zuwanderern unmittelbar nach der Einreise, knnen langfristig kostenintensive Desintegrationsprozesse (z.B. Arbeitslosigkeit, Segregation, Selbstethnisierung, etc.) vermieden bzw. abgemildert werden. Die freundliche und kundenorientierte Gestaltung des Brgeramtes fr Migration und Integration mit Front-Office (offener Zugangsbereich mit 2 Service-Arbeitspltzen), Kinderspielecke, Infotheke sowie Sitz- und Schreibgelegenheiten runden das Bild ab und sollen auch hier die notwendige Wertschtzung fr die Anliegen der Migrantinnen und Migranten in der Stadt Hamm vermitteln. Das Brgeramt fr Migration und Integration wurde am 19.6.06 gemeinsam durch den Ministerprsidenten des Landes NRW Dr. Jrgen Rttgers und den Oberbrgermeister der Stadt Hamm Thomas Hunsteger-Petermann erffnet (s. 2 Bilder)! 4. Perspektiven Das Brgeramt fr Migration und Integration signalisiert der einheimischen Bevlkerung die wachsende Bedeutung von Fragen der (Zu-)Wanderung und Eingliederung von Zugewanderten fr die gesamtstdtische Entwicklung-Zuwanderern wie Zugewanderten signalisiert es den Anspruch einer brgerfreundlichen, an Hilfe und Untersttzung bei der gesellschaftlichen Eingliederung orientierten Verwaltung als Service-Stelle und eine Strkung ihrer Anerkennung und Wertschtzung. Das Brgeramt fr Migration und Integration soll auch dazu dienendie Steuerungsmglichkeiten Kommune angesichts der demografischen Entwicklung (weniger, lter, bunter) im Rahmen der kommunalen Mglichkeiten zu verbessern. Dazu gehrt eine stadtweite systematische Planung des Migrationsgeschehens und der Integrationsprozesse (Bevlkerungs- bzw. Stadtentwicklung), die Erhhung der Standortqualitt durch besondere Serviceleistungen fr in- und - vor allem - auslndische Investoren und die Attraktivittssteigerung der kommunalen Wohn- und Lebensqualitt (Familienfreundliche Stadt), um damit sowohl fr die internationale wie die Binnenmigration gut aufgestellt zu sein. Die Bewltigung bzw. Vorbereitung auf die eingetretenen und zu erwartenden EU-Erweiterungen bzw. die zu erwartenden Entwicklungen (z.B. Zuwanderung aus dem (sd-)stlichen Europa) sowie die vielfltigen, sich weiter intensivierenden internationalen Kontakte und Beziehungen der Stadt Hamm, insbesondere zu den trkischen Stdten Istanbul, Ankara und Afyonkarahisar (Partnerstadt) erfordern eine an internationalen Standards orientierte, flexible und innovationsfreudige Verwaltung, zu der das Brgeramt fr Migration und Integration einen mageblichen Beitrag leistet. Anfragen richten Sie bitte an: Stadt Hamm Der Beauftragte fr Migration und Integration Geschftsstelle Integrationsrat Sachsenweg 6 59073 Hamm Tel.: 02381/17 60 04 Fax: 02381/ 17 28 91 E-Mail:  HYPERLINK "mailto:Schwibbe@stadt.hamm.de" Schwibbe@stadt.hamm.de Oder: Stadt Hamm Amt fr Soziale Integration Herrn Amtsleiter Wolfgang Mller Sachsenweg 6 59073 Hamm Tel.: 02381/17 60 00 Fax: 02381/17 29 56 E-Mail: g     ! 9 j  1 T _ ` d   J  򯛯n`RR`R`RRhyCJOJQJ^JaJh>WCJOJQJ^JaJ hbhsCJOJQJ^JaJhw1CJOJQJ^JaJhfCJOJQJ^JaJ&h68hs5>*CJOJQJ^JaJ hs5>*CJOJQJ^JaJ hshsCJOJQJ^JaJ(hs5CJ(OJQJ^JaJ(#h4hs5CJ(OJQJ^JaJ(hsCJOJQJ^JaJ 8fg   ! =>BCKLfhgdfgdseT    7 H I <=> 3I   ӷө|ũũkũũZkũ hNnphfCJOJQJ^JaJ h`hfCJOJQJ^JaJ hPhhl7CJOJQJ^JaJhl7CJOJQJ^JaJhw1CJOJQJ^JaJhfCJOJQJ^JaJhyCJOJQJ^JaJh`CJOJQJ^JaJ hfhfCJOJQJ^JaJh&CJOJQJ^JaJh~CJOJQJ^JaJ AC.MKTg  dfh ˺|hZLZLLZ;߬ h>Wh>WCJOJQJ^JaJhtCJOJQJ^JaJhl7CJOJQJ^JaJ&h&h&56CJOJQJ^JaJ h&56CJOJQJ^JaJ h~h&CJOJQJ^JaJh&CJOJQJ^JaJh>WCJOJQJ^JaJ h>W5>*CJOJQJ^JaJ&h>Wh>W5>*CJOJQJ^JaJhfCJOJQJ^JaJ#hrvhf5CJOJQJ^JaJ +5оᜋ}lZ}l}l}LhCJOJQJ^JaJ#hd"hs5CJOJQJ^JaJ hhsCJOJQJ^JaJhsCJOJQJ^JaJ hs5>*CJOJQJ^JaJ&hh5>*CJOJQJ^JaJhtCJOJQJ^JaJ#h\|hf5CJOJQJ^JaJ hhfCJOJQJ^JaJhfCJOJQJ^JaJ hPhhfCJOJQJ^JaJ !!####%% ( (()))**++++gdCgdsgdsl!\gdQHgdgds  '()-GHv;x6HQf 5 s !!!!!±±±±±Ÿ€€€hSCJOJQJ^JaJ hW3hQHCJOJQJ^JaJ#hW3hQH5CJOJQJ^JaJ hQHhQHCJOJQJ^JaJhQHCJOJQJ^JaJ hhCJOJQJ^JaJhCJOJQJ^JaJ hPhhCJOJQJ^JaJ/!#########$$$$$%"%0%>%V%%%%%%&& &5&7&S&d&f&s&&&&&&''' ( (()&)ӿ᠏hPTCJOJQJ^JaJ hChCCJOJQJ^JaJhCCJOJQJ^JaJ hPhhsCJOJQJ^JaJ&hw hw 56CJOJQJ^JaJhw CJOJQJ^JaJhsCJOJQJ^JaJ hshsCJOJQJ^JaJ.&)')()))N)Z)^)))))))))))******+++± ±±±±pbpTFh~CJOJQJ^JaJhw CJOJQJ^JaJhABNCJOJQJ^JaJ h~hw CJOJQJ^JaJhSCJOJQJ^JaJ hshsCJOJQJ^JaJ hW3hsCJOJQJ^JaJ hPhhsCJOJQJ^JaJhsCJOJQJ^JaJ hPhhCCJOJQJ^JaJ hChCCJOJQJ^JaJh&CJOJQJ^JaJ++++B,M,t,u,,K-`-p-q-----.).A.m........../ͼm__N_N_NNNN__ hshsCJOJQJ^JaJhsCJOJQJ^JaJ&hPhP5>*CJOJQJ^JaJh=CJOJQJ^JaJ hPh&CJOJQJ^JaJh&CJOJQJ^JaJhPTCJOJQJ^JaJ hPhPCJOJQJ^JaJhPCJOJQJ^JaJ hs5>*CJOJQJ^JaJ&hshs5>*CJOJQJ^JaJ+++p-q-00O2P2o2p2{222222 3Y3Z3`3a3l333gdgdsl!\gdPgdPl!\gdQH////00+080<0=0?0@0a0o0q0w0{0000000*2N2O2P2o2p233?3ֺֺ֬ȕ}qaqjhCJOJQJUaJhCJOJQJaJ/hCJOJQJaJcHdhdhdh-*f,hK.hCJOJQJaJ-*f*>*hFCJOJQJ^JaJhr CJOJQJ^JaJhCCJOJQJ^JaJhPCJOJQJ^JaJhsCJOJQJ^JaJhPTCJOJQJ^JaJ?3@3A3W3X3`3a333T2T3T4TQTRTSTTTUTdTeTټ٢ټ~pbQ hshsCJOJQJ^JaJhCCJOJQJ^JaJh&CJOJQJ^JaJhCJOJQJ^JaJ+jhchCJOJQJUaJU/hCJOJQJaJcHdhdhdh-*fhCJOJQJaJ hch0JCJOJQJaJjhCJOJQJUaJ+jhchCJOJQJUaJ33333STTTUTeT l!\gdsl!\gd HYPERLINK "mailto:Muellerwolfgang@stadt.hamm.de" Muellerwolfgang@stadt.hamm.de Gnter Schwibbe (. 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